Mit wachsender Vehemenz werden ältere Fahrzeuge und deren Halter in zahlreichen Zeitungs-, Radio- und TV-Beiträgen als "Stinker" und "Dreckschleudern" stigmatisiert. Es wird ihnen das Stigma des ewig gestrigen aufgedrückt. Obwohl der Eindruck erweckt wird, werden aus Autofahrern durch bloßes Anbringen der grünen Plakette nicht automatisch bessere Menschen. Nur irgendwie fühlt man sich damit schon besser, sauberer, elitärer, fortschrittlicher. Böse Zungen würden behaupten, Diskriminierung wird wieder salonfähig. Die Deutsche Umwelthilfe hat bereits Anfang des Jahres in Berlin in einer "Werbeaktion" dazu aufgerufen, Fahrzeughalter ohne Plakette anzuzeigen.
Ausgerechnet im größten europäischen Industrieballungsraum Ruhrgebiet, mit 14 Autobahnen quer durch alle Städte, mit Transitverkehr von übergeordneter Bedeutung, mit einem der größten Stahlwerke, mit seinen Müllverbrennungsanlagen, Kohlekraftwerken, Binnenhäfen, Warenverteilzentren, Walzwerken, Häfen, Baustoffaufbereitungen, usw sollen nun also Autofahrer die Umwelt retten. Der Transitverkehr ist selbstverständliche aufgrund transeuropäischer Verträge von den Fahrverboten ausgenommen!
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