Benzinmotoren erzeugen keinen Feinstaub. Bisher wurde angenommen,
die Einführung moderner und leistungsfähigerer Dieselmotoren könne das Problem
mittelfristig beheben. Eine jüngere Untersuchung der Max-Planck-Gesellschaft ergab jedoch
das genaue Gegenteil.
Zur Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft
Allerdings sind es genau jene Dieselfahrzeuge, die aufgrund ihrer Schadstoffklasse eine grüne Plakette erhalten werden. Würde die Toxität und der Staubausstoß Eingang in die Beurteilung bekommen, hätte die Fahrzeugindustrie, die Politik und die Umweltverbände in der Tat ein Problem.
Welche Rolle der Reifen- und Bremsenabrieb spielt, wurde ebenfalls
in einer Untersuchung aufgezeigt. Die dort geschilderten Ergebnisse wurden jedoch nie mehr
aufgegriffen, das sie politisch nicht opportun sind.
Zur Untersuchung im Auftrag des Landesumweltamtes Hannover
Diese Erkenntnis wurde bisher bei der weiteren Diskussion über Für und Wider von Fahrverboten ignoriert. Droht sie doch, daß bisherige Vorgehen Lügen zu strafen. Mansollte sich nicht über die Beharrungskräfte von Verwaltung und Politik täsuchen!
Hierzu ein längerer Eintrag aus unserem Gästebuch - danke an Harald für diese Ausführungen:
Hallo,
habe Eure Seite durch Zufall gefunden. Schön gemacht. Vieleicht könnt ihr noch eine Extraseite Technik machen. Dafür beiliegender Textvorschlag hier, da e-mail nicht geht. Wie ich inzwischen bemerkte, löst bei Journalisten, Beamten und Politikern eine rein technische Argumentation die größte Unsicherheit aus. Zu mir: Ich bin Fahrzeugbau und beschäftige mich beruflich seit über 20 Jahren mit Motorsteuerung und Abgasnachbehandlung.
Die "alten Stinker" mit Benzinmotoren: Die haben auch ohne Katalysator keinen Feinstaub im Abgas. Dazu Presseinfo des UBA http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/feinstaub.pdf, dort werden auf S.4 als Abgasemitenten vorrangig Dieselmotoren genannt und auf S.20 werden als saubere Fahrzeuge Benziner aufgeführt. Es ist einfach durch die Art der Gemischaufbereitung und Verbrennung bei den alten Benzinern keine Feinstaubbildung möglich. Jedes Verbot eines solche Fahrzeuges verbessert nur die Konjunktur der Werkstätten und Händler, aber nicht die Luftbelastung mit Feinstaub. Und vernichtet Volksvermögen. Denn das umweltfreundlichste Auto ist noch immer das, dass am Längsten fährt, da die meisten Umweltbelastungen bei der Produktion und der Verschrottung anfallen.
Zudem findet auch beim NOx-Ausstoß keine Verbesserung statt, denn in den für den Stadtverkehr relevanten Lastbereich der Benzinmotoren entsteht bei der Verbrennung extrem wenig NOx und dies wird bei Kat-Fahrzeuge sowieso umgewandelt.
Das Ganze sieht leider bei den ganz modernen Direkteinspritzmotoren (z.B. FSI, GDI,...) etwas anders aus, deshalb wurden z.b. in den USA auch Partikelgrenzwerte für diese Motoren festgelegt. NOx ist zwar ein Thema bei der Verbrennung, wird jedoch im Katalysator umgewandelt und erreicht somit die Umwelt nicht.
Dieselmotoren:
Technisch gesehen, muss hier nach dem Brennverfahren unterscheiden werden.
1. Vorkammer/Wirbelkammermotoren treiben i.d.R. die "alten Stinker" an und viele ältere Wohnmobile an. Diese Motoren erzeugen zwar sichtbar Ruß, der ist jedoch in der Einstufung "Grobstaub" und nicht lungengänig. Ein Verbot bringt bezüglich Feinstaub also überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil, wenn diese Fahrzeuge ersetzt werden, handelt man sich eine Verschiebung der Partikelemissionen hin zu kleineren Partikeln ein.
2. Diesel Direkteinspritzer 1. Generation sind auch als "alte Stinker" eingestuft, obwohl auch diese Fahrzeuge wiederum keinen Feinstaub im Abgas haben, allerdings ca.20% Partikelmasse mehr als Vorkammermotoren. Das war ihnen sogar vom Gesetzgeber in den Abgasnormen bis EURO2 zugestanden. Technischer Grund für die Freiheit vom Feinstaub sind die damals gebräuchlichen geringen Einspritzdrücke und die vergleichsweise geringere Aufladung der Turbomotoren. Allerdings bestehen im Vergleich zum Benzinmotor stark erhöhte NOx-Werte im Abgas.
3. Diesel Direkteinspritzer 2. Generation sind durch die stark gesteigerten Einspritzdrücke und hohe Aufladung gekennzeichnet. Die hohen Einspritzdrücke bewirken eine wesentliche Verkleinerung der Tröpchengröße im Brennraum mit der Folge, das die Anzahl der Brennstellen im Brennraum stark ansteigt und es zu einer viel schnelleren Verbrennung kommt.Dadurch entstehen nicht mehr wie bei niedrigeren Drücken grobe Rußpartikel sondern viel kleine Rußpartikel. Selbst bei wesentlich reduzierter Gesamtmasse der Partikel haben diese Motoren wesentlich mehr kleiner Partikel, d.h. es erfolgt eine Verschiebung hin zu PM2,5 und damit eine wesentlich größere Gefahr für den Menschen, denn diese Partikel sind extrem lungengänig und zudem stark krebserregend (was von ja Ruß allgemein bekannt ist). Es gibt da eine dänische Studie zu dem Thema, die das sofortige Verbot dieser Dieselmotoren als Ergebnis fordert. Der Einsatz der Rußfilter hilft leider nur partiell aufgrund der Partikelgröße und unterhalb einer gewissen Größe ist die Messung sehr aufwendig.
Deshalb wurden am Anfang der Entwicklung dieser Motoren auch eine gewisse Euphorie verbreitet, dass das Rußproblem beseitigt sei, da man weder Ruß sah noch messen konnte. So ist zwar zwischen EURO3 und EURO4 der Partikelgrenzwert halbiert worden, die Partikelanzahl hat sich aber wegen der Verschiebung zu PM2,5 stark erhöht, etwa Faktr 300. Das NOx-Problem dieser Motoren ist erheblich und wird durch den Einsatz von Abgasrückführung und Katalysatoren in den Griff bekommen. Der Gesetzgeber gesteht den Dieselmotoren immer noch einen wesentlich höheren Grenzwert als Benzinmotoren zu, erst bei EURO6 soll es eine Angleichung geben (wenn die Autolobby es nicht nochmal verhienert wie bei EURO5).
Ein weiteres technisches Argument ist der Anteil der Abgase an der Gesamtfeinstaubbelastungen in Deutschland: 8% Es wird also an eine Stellschraube gedreht, die in der Wirkung unbedeutend ist. Die MEßstationen werden allerdings so lange versetzt, bis ein höhere Autoanteil erreicht wird. So mißt man z.b. grundsätzlich nicht an Eisnenbahnstrecken, da sich sonst der Bremsenstaub der Eisenbahn stark bemerkbar machen würde (mal überlegt, was es bedeutet 800t von 80km/h auf 0 runter zu bremsen?) Gedreht auch in die falsche Richtung, weil durch die Verbote sich die Zusammensetzung des Staubes hin zu kleineren und damit gefährlicheren Partikel verschiebt.
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